Angriff der Nacktschnecken

NacktschneckenWie frustrierend… Ich habe vier Kürbispflanzen direkt in den Komposthaufen gesetzt, in der Hoffnung, dass sie später Ihrem Namen alle Ehre machen. Es waren jeweils zwei von den Riesenkürbissorten mit den Namen “Gran Gigante” und “Yellow Pumpkin”. Schon in der ersten Nacht ist eine riesige Horde von Nacktschnecken über die Kürbisse hergefallen. Von den beiden Gelben Pumpkins haben sie so gut wie nichts übrig gelassen. Von dem orangenen Gran Gigante ist eine Pflanze stark beschädigt, eine noch gut erhalten.
Durch den milden Winter und weil wir letztes Jahr das Unkraut haben meterhoch wachsen lassen, sind die grauenhaften Viecher zu einer Populationshöchstzahl aufgelaufen. Die sitzen überall, fressen selbst halbmeter hohe Zwiebelsträucher an und fallen über Erbsen, Erdbeeren, Zucchini her.
Als Krönung habe ich eine umgeknickte Sonnenblume entdeckt. Als ich den umgeknickten Teil in die Hand nahm, fiel er einfach ab und ich habe gesehen, dass eine Schnecke am Stiel geknabbert hatte. Jetzt in der „piemontesischen Monsunzeit“ leben sie natürlich auf diese Monster.
Ansonsten wächst alles ordnunggemäss vor sich hin, besonders die Kartoffeln machen dieses Jahr wieder einen guten Eindruck. Wir warten schon fieberhaft auf die ersten Tomaten.

4 Kommentare
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  1. Das erste Bild ist echt krass! Ich kann mir gut vorstellen, wie enttäuschend und traurig das ist, wenn alle Mühe umsonst war :(
    Ich hoffe, dass die Tomaten und Kartoffeln dafür super werden! :)

  2. Es sind ja fast zwei übriggeblieben. Vielleicht fängt sich die dritte ja noch. Ich habe heute gesehen, daß noch ein Blatt dran ist. Vielen Dank Schönschnabel :) Gartenbärige Grüsse

  3. Ich hatte genau das selbe Problem mit meinen kleinen Kürbispflanzen.
    Auf dem Kompost habe ich nun eine art „Halskrause“ aus Plastik um die beiden Kürbise gelegt, das schein zu helfen… spitze Ecken und Kanten mögen die Schnecken nich so gern…

    Grüße,
    Sven

  4. Als Nachbar einer Wiese kenne ich das Problem zur Genüge und wehre mich leidlich mit 2 Methoden.
    1. Klassische Methode
    Schneckenkorn auf Basis von Metaldehyd als auch von Eisenphosphat (die biologische Variante – das ist quasi Dünger) breitwürfig und rechtzeitig !! (bereits ab Anfang April) streuen.
    Methode 2
    Rohe !! Kartoffeln in Scheiben geschnitten an gut sichtbaren und zugänglichen Stellen im Garten verteilen. Dann bei Dunkelheit mit Taschenlampe und Gartenschere bewaffnet diese Stellen absuchen und zur Tat schreiten. Am nächsten Abend stellt man fest: Diese gefräßigen Viecher verköstigen sich sogar an den Leichnamen ihrer Freunde.
    Die Investitionen für Methode 2 sind minimal und man kann nach erfolgreicher Jagd das Bier selber trinken, das man in sog. Bierfallen verschwendet hätte.
    Nur eine tote Nacktschnecke ist eine gute Schnecke.

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